Apollo schweren Herzens suchen wir....

    Viel Erfolg für die Suche nach einem neuen Zuhause.

    Ich finde es gut, dass ihr persönlich sucht und ihn nicht im Tierheim abgebt, denn dort
    hätte er sicherlich "lebenslang".

    Falls ihr es doch noch weiter versuchen wollt: Glaubt mir, es wird besser, wenn sie älter
    werden.. Ich habe mit Josie zwei stressige Jahre hinter mir, seit sie vier ist, wird es in
    großen Schritten besser, sie bietet häufig von sich aus gutes Verhalten an und ich muss
    es nicht mehr ständig nachdrücklich einfordern..

    Sie habe ich zweijährig "versaut" übernommen – Anzeige stand ins Haus, weil sie aus dem
    Garten raus ist und auf der Straße Menschen gestellt und verbellt hat, da hatte man dann
    kalte Füße bekommen..

    Ansonsten ist unsere Vita eurer recht ähnlich, abgesehen davon, dass ich mit dem Trainer
    in Bremen sehr zufrieden war und er die bisher letzte und erfolgreichste Station auf unserer
    Trainertour war.

    interest schrieb:

    Falls ihr es doch noch weiter versuchen wollt: Glaubt mir, es wird besser, wenn sie älter
    werden.. Ich habe mit Josie zwei stressige Jahre hinter mir, seit sie vier ist, wird es in
    großen Schritten besser, sie bietet häufig von sich aus gutes Verhalten an und ich muss
    es nicht mehr ständig nachdrücklich einfordern..

    Prima Vorschlag! Da hat die Familie nur noch läppische drei Jahre vor sich. :whistling:

    Meine Meinung: Der Hund muß dort sofort raus. Nicht um des Hundes sondern um der Menschen Willen. Es muß sich niemand Vorwürfe machen, einem Hund mit bestimmten Verhaltensweisen nicht gewachsen zu sein.
    Anhand der Postings ist für mich klar und deutlich, dass die Familie absolut am Ende ist. Schuldfrage ist nebensächlich.
    Aus der Praxis kann ich sagen, dass ich solche Beispiele schon mehrmals miterlebt habe. In schlimmen Fällen brach dabei sogar die Familie auseinander oder es kam zu einer Tragödie, an der der Hund maßgeblich mit beteiligt war.

    Allerdings wird es schwierig, den Hund gut zu vermitteln. Einerseits steht da die SDU mit ihren Kosten, andererseits wird sich kein Sportler diesen Hund ins Haus holen, ohne zu wissen, was wirklich in ihm steckt. Ideal wäre ein "altgedienter" Hundesportler, der nur noch einen Hund für die Freizeit sucht, aber genau weiß, was er sich da ins Haus holt. Nämlich einen Hund, der eingeschliffene Verhaltensweisen vermutlich schwer wieder los wird. Allein mit "viel Arbeit, Kraft und Liebe" ist es dabei sicher nicht getan.
    Die Futterunverträglichkeit halte ich für wenig belastend. Die meisten Hunde reagieren auf Futterumstellungen mit Durchfallerscheinungen. Oftmals bessert sich das erst nach einigen Wochen. Wenn er also innerhalb von 6 Monaten mehrere Male anderes Futter vorgesetzt bekam, ist das kein Wunder. Richtige Futterunverträglichkeiten gehen normalerweise mit Allergien einher (Fellprobleme etc.).
    @axeldo: so wie es sich anhört, soll der Hund nur an einen perfekten Platz abgegeben werden, wo man
    sich sicher sein kann, dass der Hund trotz der Problematik dort alt werden darf und nicht weitergereicht wird.

    Vielleicht wird gar nichts anderes übrig bleiben, als noch ein paar Jahre durchzustehen, wenn man an den
    (hohen, aber richtigen!) Ansprüchen an die zukünftigen Halter festhält. Für diese Eventualität wollte ich ein
    bisschen Mut machen ;)
    Ich möchte Euch nochmals für Eure zahlreichen Posts und Eurer Interesse danken. Ich möchte nicht sagen, dass wir unschuldig sind, schließlich haben wir aus dem Bauch heraus entschieden, und von den Vorbesitzern drängeln lassen, das Argument, "sonst muss er ins Tierheim" war für meinen Mann und mich erschreckend, kurzum Apollo tat uns leid, er wurde aus dem Keller geholt, als wir ihn ansahen, wir haben einfach nur den Hund gesehen, der hier Hilfe brauchte und nicht im Traum daran gedacht, dass wir vielleicht hier gar nicht die Richtigen sind, oder was wir uns da überhaupt ins Haus holen. Wir vertrauten beide darauff, was die Vorbesitzer angaben, ohne zu prüfen, ohne raus zu gehen, dann wäre die ganze Geschichte sicher anders ausgegangen. Ich sprach mit einer Züchterin, die Apollos Züchterin kennt, ich wollte ein wenig über seine Vergangenheit herausfinden, erfahren, wie die Hintergründe liegen, sie sagte, dass man es in Dobermannkreisen mehr als verantwortungslos fände, dass wir den Hund "einfach so" mitgenommen haben. Ich will mich nicht rausnehmen, auch wir tragen zum Leid des Hundes bei, es wäre schöner gewesen, wenn er Menschen gehabt hätte, die hier mehr Erfahrung haben, ihm das bieten können, was er braucht.

    Ich kann nur immer wieder schreiben, dass wir es uns nicht leicht machen, weil er grade unbequem wird, es doch mehr Arbeit ist als erwartet etc. ich hoffe das kommt nicht so rüber, Apollo macht viele schlaflose Nächte, eigentlich denke ich nur an ihn, zermater mir das Gehirn, was wir tun können, wie wir ihm helfen, was wir falsch machen und und und, seit dem er hier ist...... meine Tierärztin genau so, sie bildet sich weiter, Apollo war ihr erster SDU Fall, ich kann gerne die Werte posten. Mit der Fütterung war es eine wahre Odyssee, es gibt viele gutgemeinte Ratschläge, nach einer Ausschlussdiät haben wir dann dies von unserer Tierärztin bekommen und da er es gerne frisst und gut verträgt wage ich hier keinerlei Experimente mehr.

    Ein Kennenlernen ist hier wirklich jederzeit möglich, würde auch Urlaub nehmen, alles zeigen und "vorführen".
    Liebe Interest, ich würde Apollo wirklich nicht hergeben und Hauptsache weg, er darf sich in keinem Fall verschlechtern, es ist nicht so, dass es keine Interessenten gab, aber ich weiß, wie er auf viele Dinge reagiert, er kann nicht zu Menschen, die nicht absolut sicher sind und sich das zutrauen. Für einen dobermannerprobten erfahrenen Halter sind "unsere" Probleme vielleicht auch gar nicht so gravierend, das ist ja so das, auf was ich hoffe. Selbstverständlich halten wir aus, er hat hier nichts auszustehen, oder irgendein Leid zu ertragen. Meine Kollegen sagen immer, dass sie hier Hund sein möchten, weil sie ja auch mitbekommen, was wir unternehmen....

    Liebe Sara, wir hatten ja schon die Möglichkeit etwas zu sprechen, danke Dir ganz herzlich für die Worte, auch an jeden Dobifreund hier, der mich nicht gleich verurteilt, sicher ist es nicht schön generell welchen Hund auch immer abzugeben, aber ich kann es nur immer wieder schreiben, wir machen uns diese Entscheidung nicht leicht, im Gegenteil....

    Liebe Grüße von Karen und Apollo

    interest schrieb:

    @axeldo: so wie es sich anhört, soll der Hund nur an einen perfekten Platz abgegeben werden, wo man
    sich sicher sein kann, dass der Hund trotz der Problematik dort alt werden darf und nicht weitergereicht wird.

    Vielleicht wird gar nichts anderes übrig bleiben, als noch ein paar Jahre durchzustehen, wenn man an den
    (hohen, aber richtigen!) Ansprüchen an die zukünftigen Halter festhält. Für diese Eventualität wollte ich ein
    bisschen Mut machen ;)
    Da stimme ich Axeldo zu 100% zu !


    Denn was aus den Hunden in falschen Händen wird sehen wir hier jeden Tag ! :(
    LG A n d r e a s mit J U P P und F r i c o
    Und Sammy im Herzen 2.08.2003 - 3.11.2014 Aaron in unserem Herzen lebst DU ewig
    Hallo,

    was soll man dazu sagen?

    Neues Zuhause, ist neuer Anfang, egal was er für Macken hat. Ich finde nicht, das der Dobi ein schwer erziehbarer Hund ist. Laut den Schilderungen macht der Hund alles, was er nicht soll. Die komplete Aufmerksamkeit zu seinen Besitzern fehlt und ein entspannter Hund ist was anderes.

    Die Krankheit macht es nicht einfach, den weiterzuvermitteln.........dafür gibts leider genug andere. Und den jetzigen und weiteren Lebensweg dieses Hundes macht mich trauig.

    Das einzige was ich für den Tropf noch tun kann, falls du dich umstimmen läßt; einen vernüftigen Hundebändiger zu empfehlen. Ohne Stachel oder ähnliche Mittel. Ohne Leckerlies und Heitededei.......Dann bitte PN: und ich werde mir Mühe geben)
    Hallo liebe Dobermannfreunde,

    möchte den Thread gerne schließen, es hat sich niemand seriöses nach unseren Vorstellungen für Apollo gemeldet, ich gebe ihn nicht an den nächstbesten Interessenten. Ihr glaubt gar nicht, was für Menschen sich so für Dobermänner interessieren, da wird einem klipp und klar gesagt, dass man schon mal einen Dobermann gesehen habe und die Rasse schön findet, oder dass man einen Aufpasser sucht, aber eigentlich keine Ahnung habe, das ist nix für mich und schon gar nicht für den "Kleinen". Wir haben von unserer Tierärztin eine Adresse bekommen, eine Frau, selbst Tierärztin hat Verhalten studiert, hat viel mit Problemhunden zu tun, Apollo ist kein Problemhund, hat kein Agressionspotenzial..... das ist die gute Nachricht, die Schlechte das Versäumte, was wir mit viel Arbeit und Geduld wieder versuchen grade zu biegen. Apollo ist nun seit über einem Jahr bei uns, wir haben so viel miteinander erlebt, vielleicht gibt es das zu Hause, was ich mir für ihn wünschen würde einfach nicht und so bleibt er bei uns. Bedanke mich aber nochmal herzlich bei allen Usern, die mir Mut gemacht haben, viel geschrieben haben und mir ein bisschen über ihre Hunde erzählten :)

    Liebe Grüße
    von Karen und Apollo
    Es ist schön zu hören das ihr ihm weiterhin ein zu Hause gebt trotz einiger Probleme die ihr noch lösen müsst. Ich bin mir sicher ihr schafft das. Ich drück euch die Daumen und wünsch euch alles gut mit eurem Dobi.
    Lg Steffi mit

    Apollo wird es euch danken und mit tausendfacher Liebe zurückgeben. Ich wünsche euch viel Geduld für die kommende Zeit. Ihr werdet das schaffen. Es ist schön zu lesen, wie sorgsam ihr mit Apollo umgeht und wie sehr ihr ihn doch lieben müsst.

    LG

    Ute